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Giersch – die Petersilie aus der Natur


Im hektischen Alltag des modernen Lebens suchen wir nach Möglichkeiten unsere Akkus wieder zu laden. Eine gesunde Ernährung trägt auf jeden Fall dazu bei. Während sogenannte Superfoods aus fernen Ländern oft die Bühne der Lebensmittel rocken, wächst das Gute doch so nah – der Giersch. Tatsächlich wurde er seit Jahrzehnten von Gärtnern beinahe gehasst und sämtliche Methoden der Bekämpfung an ihm ausgetestet. Das einfachste Rezept von allen – essen!






Steckbrief Giersch



Botanische Name: Aegopodium podagraria


Pflanzenfamilie: Doldenblütler


Standort: Waldränder, feuchte-schattige Plätze, auch unter Sträuchern oder Hecken, im Garten/in Parks, nährstoffreiche Böden


Sammelzeit:

Blätter und Stängel: II – X

Blüten: VI


Verwendung in der Küche: Salate, Pestos, Dips, Soßen, Suppen, Gemüse, Würzkraut & mehr



Quelle: wikimedia



Mr. Giersch sicher erkannt


Giersch, auch bekannt als Geißfuß oder Zipperleinskraut, ist in weiten Teilen Europas heimisch und wurde schon früh als Heilpflanze geschätzt. Er zählt zu den mehrjährigen Pflanzen der Doldenblütler. 3-3-3 – diese einfach Eselsbrücke hilft bei der Bestimmung enorm. Der Stängel ist dreikantig, besteht aus drei gezackten, lanzettlichen oder ovalen Blattabschnitten. Diese sind wieder 3-paarig.


Genauer betrachtet:

  • Blätter: Die Blätter erinnern an die Form eines Geißfußes. Sie sind vor allem in der Anfangsphase glänzend grün und verleiten zum "Sofortessen".

  • Stängel: Die dreikantigen Stängel des Gierschs sind hohl und können eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen.

  • Blüten: Giersch bringt kleine, weiße Blüten in Doldenform hervor. Die Blüten haben fünf kleine Blütenblätter und erscheinen im Frühjahr und Frühsommer.

  • Wurzelsystem: Der Giersch hat ein ausgedehntes Wurzelsystem mit weit verzweigten, kriechenden Rhizomen, die sich unter der Erdoberfläche ausbreiten. Diese Rhizome ermöglichen es der Pflanze, sich leicht zu vermehren und neue Standorte zu erobern. Genau deshalb verzweifeln Gärtner manchmal, hat die Pflanze im Garten Fuß gefasst.

  • Geruch: Giersch hat einen charakteristischen, angenehmen Geruch, der an Petersilie oder Sellerie erinnert. Dieser Geruch ist besonders ausgeprägt, wenn die Blätter oder Stängel zerkleinert oder gerieben werden.



Nährstoffreiche und gesunde Power vor der Tür


Giersch ist nicht nur reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien, sondern enthält auch wie viele der Wildpflanzen eine beeindruckende Menge an Chlorophyll. Er ist eine ausgezeichnete Quelle für Vitamin C, Vitamin A, Eisen, Mangan, Kupfer, Bor, Kalzium und Kalium. Kaum zu glauben, aber die Pflanze enthält doppelt so viel Vitamin C wie der dafür geschätzte Grünkohl.


In der Volksmedizin wurde Giersch traditionell zur Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt, darunter Gicht, Rheuma, Verdauungsstörungen und Nierenprobleme. Aufgrund seiner Eigenschaften wird Giersch gern zur Unterstützung der Entgiftung des Körpers verwendet. Die Verdauung wird angeregt, die Harnsäure gelöst und ausgeschieden.



Vielseitige Verwendung in der Küche



Die Verwendung der Staude in der Küche bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die schmackhaften, zarten jungen Blätter können roh in Salaten genossen werden. Sie bringen eine frische, leicht würzige Note mit. Auch gedünstet, gekocht oder zu grünen Smoothies hinzugefügt sind sie eine Wonne.


Die älteren Blätter eignen sich perfekt für Suppen, Eintöpfe und Gemüsegerichte und können wie Spinat zubereitet werden. Darüber hinaus lassen sich die zarten weißen Blüten des Gierschs als essbare Garnierung verwenden. Das Auge isst bekanntlich mit.



Kleiner Zusatztipp: Giersch lässt sich auch super trocknen, zu Kräutersalz verarbeiten, zu selbstgemachten Brühen beimengen oder einfrieren.


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